Daily Capone

Management

In der modernen Gegenwart hält man es für erstrebenswert, die Rollenbezeichnung „Manager“ auf der Visitenkarte zu tragen, um damit ein wenig über den vermeintlichen Status (Ausbildung, Hierarchieebene im Unternehmen, sozialer Stellenwert) zu dokumentieren. Der von mir hoch geschätzte Ökonom Joseph Schumpeter (1883-1950) meinte, dass ein Manager ein angestellter Unternehmer ist. Ist das so?

Es wäre tatsächlich wünschenswert, denn dann würde sich eine Person mit der Berufsbezeichnung „Manager“ um die sozio-ökonomische Weiterentwicklung des Unternehmens kümmern und dies, wie ein Unternehmer ständig. Dies soll nicht bedeuten, dass ich 24 Stunden am Tag erreichbar bin oder es sein möchte.

Bei der Entwicklung neuer und innovativer Geschäftsideen funktioniert es nicht automatisch. Man hat interne und externe Barrieren, die es zu überwinden gilt. Der Glaube an die eigene Sache ist wichtig. Dies gilt es intern und extern als nachhaltige Idee zu verkaufen. Es geht nicht automatisch die Türe auf und der Kunde braucht genau das, was wir gerade designen.

Diesen Prozess nachhaltig und motivierend (nach innen und nach außen) zu gestalten und zu moderieren ist – meiner Meinung nach – Management und verdient auch den Vergleich, der von Joseph Schumpeter (Unternehmertum) geprägt wurde. Meinen Respekt und meine Hochachtung an allen UnternehmenInnen.

Roberto Capone

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Compliance

…mal ehrlich, haben Sie in der 90er Jahren des letzten Jahrhunderts diesen Ausdruck schon mal gehört? Ich nicht. Heute gibt es Heerscharen von Compliance-Managern, die nach meinem Verständnis die Kollegen und Prozesse auf „Anständigkeit“ kontrollieren.

Jo, würden wir uns im Unternehmen und in der Verantwortung mit anderen Leuten Geld (unabhängig von der Rechtsform) so benehmen, wie unsere Eltern uns das beigebracht hatten, bräuchten wir diese Überfrachtung der Compliance nicht. BASF-Matratzen-Skandal ist nicht schön. Gibt es Compliance? Wie wird nun nachhaltig reagiert? Fehler passieren. Mir passieren täglich viele Fehler aber die Konsequenzen sind dann wichtig. Prozesse zu verändern, um diese Fehler in der Zukunft pro-aktiv zu vermeiden.

Während der Buchmesse in Frankfurt am Main wird schon mal das eine oder andere Gläschen mit einem Kunden getrunken. Geht also ein privates Hangover auf die Kosten der Anteilseigner? Von der Diskussion über Anständigkeit einmal abgesehen, interessiert mich, ob und wie diese Kosten dem Event (Messe) zu gebucht werden. Sicherlich verschwindet dieser Kostenblock (als Summenwert) im Bereich der Gemeinkosten und wenn diese um 1 oder 2% fluktuieren, juckt das kaum jemanden wirklich. Ich würde die Kosten der zu verursachenden Kostenstelle (Management) zurechnen. Damit verändert sich der Break-Even-Point des Soll-Umsatzes / Umsatzrentabilität / Soll-Gewinn nach Veranstaltung. Als Unternehmer und als Manager wäre ich mit solchen Dingen also zurückhaltend.

Roberto Capone

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BWL in der Sinnkrise?

Die Wirtschaftswoche diskutiert, ob das Studium der Betriebswirtschaftslehre und die Position eines BWLers im Unternehmen in der Gegenwart noch erstrebenswert ist. Meiner Meinung nach ist es das und sollte es auch immer sein. Für das Unternehmen und die Wirtschaft ist das denken und handeln in Sozio-Ökonomischen Zusammenhängen wichtig, sinnvoll und unentbehrlich. Ja, ich wünsche mir auch häufig eine praxisorientiertere Ausbildung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Der BWLer ist – meiner Meinung nach – im Unternehmen für die Entwicklung und die finanzwirtschaftliche Performance (Umsatzrentabilität, Kapitalumschlag, Return on Investment) verantwortlich. Die Bandbreite eines betriebswirtschaftlichen Studiums ist schon sehr gut. Ich glaube auch weiterhin an das Studium und die betriebswirtschaftliche Performance der BWLer im Unternehmen und der Wirtschaft. Nach dem Studium saß ich im „Elfenbeinturm der BWL“, musste aber schnell erkennen, dass ein sinnvolles Maß an Theorien und wirtschaftlicher Praxis einen deutlichen Mehrwert zum eigenen Wissen liefern und die Projekte und das Unternehmen dann sinnvoll und nachhaltig verstärkten.

Roberto Capone

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Produktmanagement

Wenn man den Familiennamen Capone trägt gibt es im nahen familiären Umfeld hohe bis sehr hohe Ansprüche an den morgendlichen Kaffeegenuss. So darf ich meiner Gattin täglich einen leckeren Milchkaffee zubereiten. Neben meinen herkunftsorientierten Fähigkeiten brauche ich dazu einen besonderen Rohstoff (Kaffeebohnen von der Privatrösterei Wacker in Frankfurt a.M.) und einen Vollautomaten eines namenhaften Schweizer Herstellers.

Nun muss man ja auch ab und zu mal die Kaffeemaschine reinigen. Der Behälter für die Kaffeereste hat einen spitzen Winkel, den man ohne besonderes Reinigungswerkzeug nicht putzen kann. Hier also mein Appell an den zuständigen Produktmanager: „Bitte nutzen Sie Ihr Produkt (in diesem Fall täglich) selbst, um diese Herausforderungen selbst zu erfahren. Form follows function.

Jo, die Funktion war deutlich. Ich brauche einen Auffangbehälter für den Kaffeerest. Der spitze Winkel gestaltet die Form nicht schön und reduziert die Reinigungsmöglichkeit. Also bitte immer: nutzen, testen, optimieren.“

Sollten Sie im Produktmanagement arbeiten, fahren Sie bitte mal mit den zuständigen Key Account Manager zum Kunden und schauen Sie, was der Kunde / der Großkunde über Ihre Produkte, Ihre Preise und Ihren Wettbewerb so sagt. Nur dann können Sie einen wirklich sinnvollen kontinuierlichen Verbesserungsprozess starten und Ihre „unique selling proposition“ entwickeln oder halten. Das Produkt entsteht nicht am Schreibtisch, sondern beim Kunden, bzw. in der ständigen Interaktion mit dem Kunden.

Roberto Capone

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Mobiles Design der Webseite

Als Unternehmer beschäftige ich mich häufig mit der Frage, ob und wie die Webseite von mobilen Endgeräten gesehen und genutzt werden kann (usability). Google unterscheidet hier grundsätzlich drei Arten von Endgeräten: Desktop, Handy und Tablet. Nun befinde ich mich schon mal in einem Zielkonflikt mit den Zielen, die ich online erreichen möchte. Zum einen weiß ich, dass Kundenbestellungen nahezu zu 100% auf Desktops erzeugt werden. Social Media Aktivitäten und Google Ads werden häufig von Handys geklickt und innerhalb der Absprungzeit wieder verlassen. Das beeinflusst meine Seitenzahl und meine durchschnittliche Verweildauer auf der Webseite negativ. Dies kann zur Folge haben, dass ich meine Gebotsstrategie bei Google Ads derart wähle, dass ich Desktopgeräte favorisieren, denn dort ist der Prozess eindeutig zur Interaktion aufgerufen.

Roberto Capone

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Screenshot der mobil optimierten Webseite

Wachstum

Sicherlich bekommen auch Sie, in Ihrer verantwortungsvollen Position, ab und an einen Klaps auf die Schulter mit der verbalen Untermalung „Wir müssen wachsen“. In der Kindheit war Wachstum klar. Es ging in die Höhe, manchmal auch in die Breite und wenn man sich rasieren konnte, war man ein Mann und erwachsen. In der sozio-ökonomischen Komplexität eines Unternehmens ist Wachstum nicht so klar. Viele Marketingmanager verbinden mit Wachstum Umsatzwachstum oder die Entwicklung des Marktanteils. Für mich ist Wachstum primär an zwei Kennzahlen im Unternehmen zu identifizieren: Gewinn im Volumen oder Ebit (Earnings before Interest and tax) und der relativen Kennzahl, die aus Umsatz und Gewinn gebildet wird und Umsatzrentabilität heißt.

Meiner Meinung nach ist genau dieser Vergleich ständig von zentraler Bedeutung. Eine Kombination auf der absoluten Zahl (Gewinnvolumen, oder Gewinnveränderung zur Vorperiode) und der relativen Kennzahl (Gewinn / Umsatz). Wo aber ist die unternehmerische Quelle für Wachstum? Bei einer inhaberdominierten Geschäftsform kann es der Inhaber oder die Inhaberfamilie sein. Wünschenswert wäre es, dass die Summe der Mitarbeiter die Quelle für Innovationen und Wachstum im Unternehmen sind. Wachstum geht nicht nur nach außen (Absatz, Umsatz) sondern auch immer nach innen (Kostensenkung, Lean Management, Taktzeiten, KVP, etc.). Diese Quelle des natürlichen Wachstums gilt es zu aktivieren und nachhaltig zu managen.

Roberto Capone

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Paradigmenwechsel im Marketing

Bereits im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts sprach man über den „Paradigmenwechsel im Marketing“. Ich bekomme ja regelmäßig Pickel, wenn ich derartige „weltverändernde Fachausdrücke“ höre und fühle mich damit in pubertäre Entwicklungsstadien zurück versetzt.

Wikipedia beschreibt „Paradigma“ als „grundsätzliche Denkweise“. Ursprünglich meinte man die Veränderung vom Verkäufermarkt (vendor market) zum Nachfragemarkt (customer market). Es ist, meiner Meinung nach, nicht derart, dass wir eines Morgens aufwachen und uns wundern, warum die Dinosaurier ausgestorben sind. Es ist vielmehr ein Veränderungsprozess (Evolution). Dieser Veränderungsprozess hört nie auf.

Die Bedarfe der Zielgruppe ändern sich, die Anwendungsgebiete verändern sich, der Nutzen und die Möglichkeit den Kunden (das Buying Center) zu begeistern wird vielschichtiger. Qualitätsmanagement ist nicht weit vom Marketinggedanken entfernt. Die Stimme des Kunden (Bestandskunde / Neukunde / Nicht-Mehr-Kunde) gilt es zu hören und Stärken von Schwächen (wahrgenommene Qualitätsfaktoren) zu identifizieren, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Evolution) einleiten zu können.

In der Gegenwart wurde der weltbewegende Ausdruck „Paradigmenwechsel“ in HR-Marketing neu belebt. Für das HR-Marketing bedeutet dies, dass sich der Bewerber (Lead) den Arbeitgeber heute aussuchen kann. Die Marke (Employer Brand) das Image des potentiellen Arbeitgebers, die Qualität der Produkte aber auch arbeitgeberspezifische Sozialleistungen u.a. spielen eine Rolle bei der Selektion eines neuen Arbeitgebers. Der Mitarbeiter im HR-Marketing verkauft die Vakanz, das Unternehmen und die Zukunftserwartung des potentiellen neuen Mitarbeiters (Lead, qualifizierter Lead).

Roberto Capone

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Re-Recruitment im HR-Marketing Management

Recruitment bedeutet für uns im Allgemeinen, dass Mitarbeiter von uns, unserem Unternehmen und unseren Produkten begeistert werden und bei uns arbeiten möchten (Vertrag, Leadkonvertierung).

Aber was ist denn nun „Re-Recruitment“ ? Haben Sie jemals darüber ernsthaft nachgedacht, einen ehemaligen Mitarbeiter wieder ins Unternehmen zu integrieren? Man trennte sich in der Vergangenheit und dies hatte sicherlich damals gute Gründe. Man kennt die gegenseitigen Stärken und möglicherweise auch die Schwächen. Was spricht denn nun gegen ein Re-Recruitment?

Meiner Meinung nach ist dieser Prozess der Gleiche, wie die Ansprache im Absatzmarketing der Nicht-Mehr-Kunden. Marketing – und damit auch HR-Marketing – managt drei Grundgesamtheiten: Die Noch-Nicht-Mitarbeiter (Kunden), die Mitarbeiter (Bestandskunden) und die Nicht-Mehr-Mitarbeiter (Nicht-Mehr Kunden). Damit gibt es eine Differenzierung meiner Marketingstrategie nach Teilmenge. Der Fußballverein Bayern München geht diesen Weg und scheint damit hoch erfolgreich zu sein. Jupp Heynckes wurde zum 3. Mal als verantwortlicher Trainer rekrutiert. Was machen wir mit unseren Ehemaligen, die eine Reife von 72 Jahren mitbringen? Wie wäre es, wenn wir – neben einem Projekt mit Auszubildenden – ein Projekt mit „Ehemaligen“ machen und voneinander lernen.

Roberto Capone

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KPI-Management

Der Begriff „KPI“ stammt, wie viele wirtschaftliche Ausdrücke, aus dem angelsächsischen Sprachraum und meint Key Performance Indikator. Heute kommuniziert jeder an jeden KPI´s in meist unverständlicher Art und Weise.

Es gibt eine Vielzahl von Kennzahlen im Unternehmen. Haupt- und Hilfskennzahlen. Eine „Schlüsselkennzahl“, KPI soll „vitale“ Auswirkungen auf die Gesundheit des Unternehmens haben. Zunächst wäre einmal die Fragestellung spannend, ob und wie die aktuell von Ihnen kommunizierten KPI´s vitale Auswirkungen auf das Unternehmen / die Unternehmenssteuerung haben.

Von den Gründern der Balanced Scorecard (BSC) wissen wir, dass „20 plenty“ ist. Dies soll bedeuten, dass 20 Kennzahlen, die in einem solchen multidimensionalen Kennzahlensystem dargestellt werden mehr als genug sind.

Irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ich hatte mal eine Diskussion mit einem Wirtschaftswissenschaftler. Dieser meinte, dass es nur eine Scorecard im Unternehmen gibt und geben solle. Ich sehe dies anders. Es kann und soll eine Vielzahl von Scorecards mit einer sehr begrenzten Anzahl von KPI´s geben. Diese müssen nur aufeinander abgestimmt sein. Dies wiederum erfolgt im Rahmen eines Management Deployment Prozesses, X-Matrix, Hoshin-Planning. Ziele mit Kennzahlen / KPI´s zu belegen, und den Zielerreichungsgrad zu visualisieren und diesen mit einem variablen Entlohnungsanteil zu kombinieren finde ich betriebswirtschaftlich sehr gut und sehr notwendig.

Im Vertrieb- und Marketingmanagement gibt es eine Handvoll sehr sinnvoller „Micro-Marketing-Kennzahlen“, die zur Kunden- Markt- und Performanceentwicklung dienen.

Roberto Capone

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Kennzahlensysteme I

„Ist die Balanced Scorecard noch zeitgemäß“ fragt mich kürzlich ein jung-dynamischer Studierender. Darauf antworte ich:“ Wenn Sie ansatzweise etwas Besseres haben, dann würde mich das sehr verwundern“. Ja, es gibt eine Vielzahl von Kennzahlensystemen. Wie kann man da überhaupt noch durchblicken? Grundsätzlich finde ich es charmant, wenn man Management-Tools, also auch ein Kennzahlensystem, simplifiziertgit p. In diesem Zusammenhang halte ich 4 Dimensionen (Finanzen, Mitarbeiter, Prozesse und Kunden) für ausreichend. Bereiche, wie das Marketing, der Vertrieb, der Einkauf & Logistik können und sollten dann individuelle Kennzahlen und Key Performance Indikatoren haben, die auf die Hauptziele der Management-Scorecard sinnvoll abgestimmt werden. Um eine Systematik in den Kennzahlensystemen zu erhalten, habe ich einmal zwischen ein- und mehrdimensionalen Kennzahlensystemen unterschieden. Eindimensionale Systeme sind beispielsweise der ROI-Baum (ROI steht für Return on Investment und wird im Deutschen mit Gesamtrentabilität übersetzt, die Umsatzrentabilität oder profit-margin wird international mit dem EBIT (earings before interest and tax) kalkuliert. Obwohl die ROI-Erfindung (Dupont) schon ca. 100 Jahre zurück liegt, bildet diese Kennzahl immer noch die Basis für eine finanzwirtschaftliche Interpretation und der Performanceanalyse und wird sicherlich nicht von anderen Kennzahlen ersetzt werden können.

Mehrdimensionale Kennzahlensysteme beschäftigen sich außer der finanzwirtschaftlichen Dimension noch mit anderen Dimensionen (vgl. oben). Sehr prominente Beispiele dafür sind die Balanced Scorecard (BSC) oder das Kennzahlensystem der European Foundation for Quality Management (EFQM) mit 9 Dimensionen.

In jedem Fall aber scheint es wichtig den Status Quo in den einzelnen Dimensionen mit Zahlen und Fakten zu belegen, Zielwerte zu erarbeiten und Strategien zur Zielerreichung im Team zu erarbeiten und nachhaltig umzusetzen. Dies bietet der BSC-Gedanke ja in perfekter Art und Weise an.

Roberto Capone

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Kennzahlensysteme II

Nach dem gestrigen Artikel, Kennzahlensysteme I könnte nun der Eine, oder die Andere Controlling-interessierte Person hinterfragen, warum also sollte ich mehr als eine Dimension (die finanzwirtschaftliche Dimension) betrachten, wenn die Anteils-eigner (unabhängig von der Rechtsform) primär die Eigen- bzw. Gesamtkapital-rentabilität im Fokus ihrer Performanceanalyse haben.

Hier der Versuch meiner Antwort: Zunächst ist der Name, die Aussagekraft und der Beziehungsgrad der unterschiedlichen Dimensionen der Balanced Scorecard zu hinterfragen und zu analysieren. Wenn Sie an dieser Stelle Google, das Gabler Wirtschaftslexikon und / oder Wikipedia fragen, kann die dort interpretierte Antwort zu einer gewissen Unsicherheit oder gar Frustration führen, da das Verständnis zunehmend zu komplex für unseren pragmatischen und praxisorientierten Verstand ist. Wenn es Ihnen so geht, stelle ich mich bei Ihnen gerne in die Reihe ein.

Treten wir also ein Stück zurück und versuchen wir die Komplexität dieses Systems von der Adlerperspektive und mit unserem gesunden Menschenverstand zu betrachten. Fragen Sie sich also „what a hell“ möchte ich mit einem mehrdimensionalen Kennzahlensystem erreichen. Sollten Sie individuell keine hinreichende Antwort finden, interagieren Sie mit Ihrem Team und Sie werden eine praxisorientierte und umsetzungsfreundliche Antwort finden.

Ein mehrdimensionales Kennzahlensystem versucht alle Möglichkeiten, Hebel und „Trigger“ im Unternehmen zu bewegen, um die Gesamtperformance zu optimieren. Die Beziehung zwischen den einzelnen Dimensionen (Mitarbeiter, Kunden & Markt, Prozesse und Finanzen) ist und muss stark und kontinuierliche sein. Alleine mit diesem Verständnis ist der Betrieb / das Management im 21. Jahrhundert angekommen. Eine umfangreiche Anzahl von Kennzahlen, die logisch, sinnvoll und nachhaltig innerhalb der Dimensionen abgestimmt sind, ist einfacher, als man im ersten Gedanken glaubt.

Roberto Capone

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Mobiler Screenshot der Internetseite mit Demingcycle: Plan, Do, Check, Act

Kennzahlensystem III

Wenn wir über Ressourcen sprechen, sollten wir primär Zeit und damit Human Ressourcen und maschinelle Engpässe, sowie finanzielle Ressourcen meinen. Damit hätten wir doch schon einmal ein Grobverständnis von drei Dimensionen, die in den Berichten Kennzahlensystem II und Kennzahlensystem III beschrieben sind. Vor vielen (vielen) Jahren hatte ich schon, im Rahmen einer angelsächsischen Ausbildung, gelernt „people are the greatest assets“ .

Ist dieses Verständnis bereits nachhaltig in unseren Unternehmen angekommen? Unternehmen und Arbeitgeber machen sich Gedanken, wie neue Mitarbeiter rekrutiert werden können, Zufriedenheiten mit dem Arbeitsumfeld und mit der Arbeitsaufgabe erreicht werden kann und eine Mitarbeiterbindung aktiv gemanagt werden kann. Nur, wenn der Mitarbeiter Spaß hat, Anerkennung erfährt und sich wohl fühlt, können wir mit unserem Arbeits- und Entwicklungsvorhaben Erfolg haben. Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterentwicklung hat bereits einen sehr wichtigen Stellenwert und wird in Zukunft noch wichtiger werden. Wie schaut es mit Führungsqualitäten und Konfliktfähigkeiten im Unternehmen aus? Kann ich in diesen Bereichen den Status Quo analysieren und nachhaltig weiter entwickeln?

Ja, ich kann und ich muss. Ein weiterer Engpass sind die maschinellen Ressourcen oder die Taktzeiten im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. Ein Professor für Volkswirtschaftslehre sagte mir einmal, dass die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft primär von zwei Dingen abhängt: Organisationseffizienz und Aktivitätsgrad. Heute führe ich dieses Verständnis auch auf Betriebe und Unternehmen. Der Aktivitätsgrad liegt meist bei mindestens 100%. Man ist völlig ausgelastet, manchmal überlastet. Die Frage ist, ob man sich auch um die richtigen Dinge kümmert. Segmentieren, Strukturieren und Priorisieren haben wir im Qualitätsmanagement gelernt. Die bedeutet, dass ich meine aktuelle Ressourceneinteilung re-organisieren sollte und derart plane, dass der zu erwartende Output optimiert wird. Schnittstellenmanagement, Prozess-management (gewerblich und kaufmännisch) und technische Unterstützungs-möglichkeiten optimieren meine Organisationseffizienz. Alles Faktoren, die Sie im Rahmen eines mehrdimensionalen Kennzahlensystems tracken und managen können und sollten.

Roberto Capone

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Kennzahlensysteme IV

….im Bereich der Prozessanalyse und –Optimierung denken und handeln wir fast ausschließlich im gewerblich-technischen Bereich. Der sogenannte „Overhead“ Prozess bleibt oft verschont von Optimierungsbestrebungen (Ausnahmen sind Situationen, in denen ein Unternehmen einen signifikanten Turnaround schaffen muss, z.B. Produktionsverlagerungen von Deutschland nach Rumänien (Nokia), von Europa nach Afrika (Leoni) oder Übernahmen von Unternehmen oder Teilunternehmen (Lufthansa / Air Berlin)). Prozesskostenrechnung und lean management im „white colour worker“ Bereich, bzw. eine ebenso kostensensible Prozessgestaltung wäre wünschenswert.

Segmentierung, Strukturierung und Priorisierung bleibt häufig aus. Die Sprache zwischen Kaufleuten und Techniker ist zum Teil signifikant anders. Der Eine spricht über Return on Investment, ROI oder Return on Capital Employed, ROCE, der Andere spricht von Kaizen, shop floor management und Qualitätszirkeln. Wir meinen beide das Gleiche, denn wir arbeiten am gleichen Ziel. Ich meine, dass ein wenig mehr Qualitätswerkzeuge dem kaufmännischen Bereich sehr gut stünden. Um eine Art kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Management zu integrieren, bedarf es einer Analyse der Ist-Situation. Der Blick in den Spiegel verrät, ob die wahrgenommene Performance gut, oder weniger gut ist. Das Spiegelbild wird mit den Anforderungen der Anteilseigner (unabhängig von der Rechtsform) und dem aktuellen Performancestand der Wettbewerber verglichen. Mit dieser Analyse geht die Reise los. Die Reise ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Ich höre schon mal, dass man sich mit Stärken-Schwächen-Analysen auseinander setzen möchte, um die Performance zu optimieren (SWOT). Ja, das finde ich toll. Es sollte ein dynamisches Managementinstrument sein, welches meine Gesamtperformance, oder zumindest die Performance in der betrachteten Dimension des Kennzahlensystems optimieren kann.

Roberto Capone

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Alexa – meine Traumfrau?

Ich musste gestern meine Internetanlage aufrüsten und betrat dazu ein T-Punkt in der Barbarossastadt Gelnhausen. Offensichtlich verstand der freundliche Verkaufsberater ziemlich genau unsere Bedarfe. Da stand Alexa im Regal und lächelte mich an. Ich griff zu, musste feststellen, dass sie doch schwerer ist, als ich dachte. Zu Hause angekommen, packte ich sie sorgsam aus. Schlichte Formschönheit, ein illuminierter Dachring, der mal grün-blau, mal orange leuchtete. Meine Gattin war noch kritisch. Ob sie nicht-humanoide Konkurrenz vermutete?

Heute begrüßte mich meine liebe Alexa mit der Tageszusammenfassung. Respekt. Sie versetzt mich in die Vergangenheit, indem sie mir eine zufällige Wiedergabe von Klaus Lage oder Nena anbietet. Alexa ist immer gleichbleibend gut-gelaunt, gibt keine Wiederworte und spricht nicht während der Sportschau. Eigentlich eine wirklich tolle Bereicherung des Haushaltes.

Nun frage ich mich allen Ernstes, ob dieses Produkt, vielleicht in einer kleinen Variation – mit einer maskulinen Stimme – ein passendes Weihnachtsgeschenk für meine Mutter sei. Ich denke, sie würde sagen: “Hugo spiele Johnny Cash“ und vielleicht „Hugo lauter“ . Dazu müsste ich sie nur noch in Prime anmelden. Das sollte nicht so problematisch sein. Technik und Innovationen können ankommen. Man muss sich nur damit beschäftigen. Das Alter ist kein KO-Kriterium. Mich fasziniert die Einfachheit der Produkte und die damit simple Installation und Bedienung. Amazon verdient meinen Respekt. Kundennähe bedeutet hier etwas Besonderes. Es funktioniert einfach und das ist es, was der Kunde erwartet. Nun behauptet der Eine oder die Andere, dass es in einigen Zeiteinheiten keinen stationären Einzelhandel mehr gebe. Ich hoffe, dass dies nicht Realität werden wird. Die Positionierung und das Einkaufserlebnis wird und muss sich im stationären Einzelhandel aber signifikant verändern (vgl. Weber Grill).

Nun ist meine Gattin seit einigen Monaten stolze Besitzerin eines Pferdes. Sie hatte Bedarf an Mineralien und an einer Art Pferdemüsli. Sie bestellte diese Produkte beim Einzelhandel vor Ort. Wir betraten nach einer Woche den Laden und die nette Dame schüttelte aufgeregt mit dem Kopf. Ich kochte innerlich, musste aber ruhig bleiben. Sie sagte uns sinngemäß, dass sich die Bestellung für sie nicht lohne (Fracht, Prozesskosten, geringe Marge..) und verwies uns an das Internet. Jo, also wenn der Eine oder die Andere schon mal über Todsünden im Verkauf nachdenkt, dann würde ich einen solchen Satz auf die Liste ganz nach oben setzen. Ich würde mir die Fingernägel abbeißen, bevor ich einen Kunden an einen anderen Vertriebskanal verweise. Direkt soll auch direkt bedient werden. Die Besitzerin des Einzelhandels hatte Glück, dass meine Gattin – bislang – nicht internetaffin ist und die persönliche Nähe zum Handel sucht(e). Nun hat meine Gattin die Möglichkeit die Nahrungsmittelergänzungen über Alexa zu bestellen – wird sie es tun? Ich habe mich früher immer gegen den Ausdruck Mischkostenrechnung gewehrt. Heute weiß ich, dass es nicht anders geht. Also ich muss auch mal ein Produkt mit einer geringen Marge verkaufen, um den Kunden zu bedienen und den Kunden zu halten.

Roberto Capone

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Time – Deine Zeit läuft ab. #time

Momente bewusst und aktiv erleben. Ich weiß noch, wie endlos mir als Kind Autofahrten vorkamen. Ein Jahr zog sich schon mal, wie ein Kaugummi. Gestern habe ich den Sonnenaufgang in unserer Kleinstadt genießen dürfen. Gegen 08:00 Uhr war ich mit meinem treuen Vierbeiner, einem schwarzen Labrador mit 2 oder 3 grauen Barthaaren, draußen und habe einen klaren und frischen Tagesbeginn genossen. Um 18:00 war ich wieder mit meinem Hund draußen. Es war bereits dunkel. Der magisch anmutende Vollmond stand ungefähr da, wo am Vormittag die wärmende Sonne aufging. Ich versuchte mich an einige „Mikro-Momente“ des aktuellen Tages, den ich mit meiner Gattin und den Tieren verbringen durfte, zu erinnern. Ich habe heute festgestellt, dass ein Pferdefell „voll schön“ sein kann, dass mein Hund ein gewisses Eifersuchtsempfinden gegenüber den Pferden hat, dass meine Gattin eine haptisch-tierische Begegnung jeder Alexa-Kommunikation vorzieht, dass Pferde zart, wenn nicht zärtlich, aus der Hand fressen und das Leben genussvoll mit kleinen Dingen beginnen und enden kann.

Ein Spielfilm, der mich kürzlich – erneut- nachdenklich über die Zeit machte, ist In Time – Deine Zeit läuft ab aus dem Jahre 2011 mit Justin Timberlake. Es geht darum, dass man durch die Wirtschaftskraft eine Gutschrift auf das individuelle Zeitkonto erhält. Zeit ist das wertvollste Gut und wenn man keine tägliche Gutschrift erhält, läuft tatsächlich die Zeit ab.

Man – zumindest ich- fragt sich häufig, was macht man mit der Zeit, wie und mit wem investiert man die verfügbare, knappe Ressource Zeit? Zeitweise zieht man sich aus sozialen Kontakten etwas zurück, weil die Arbeitsaufgabe eine zeitliche Mehrbelastung fordert. Dann möchte ich mich aber auch wieder auf meine Umwelt konzentrieren, die bernsteinfarbenen Augen meines Hundes, oder den glücklich-entspannten Gesichtsausdruck meiner Frau beim Aufsatteln des Pferdes genießen und diese „Mikro-Momente“ in mein Gedächtnis einbrennen. Ja, ich genieße und liebe das, was ich tue mit den Menschen, die in meinem Umfeld mitwirken. Danke dafür.

Roberto Capone

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Buchveröffentlichungen

Nachhaltiges Vertriebscontrolling für Elektrotechniker

Nachhaltiges Vertriebscontrolling für Elektrotechniker

Verlag Vieweg+Teubner, 2013

ISBN: 978-3-8348-1944-4
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Kostenrechnung für Elektrotechnik

Kostenrechnung für Elektrotechniker

Verlag Vieweg+Teubner, 2011

ISBN: 978-3-8348-1318-3
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